Atelier an Fachtagung Netzwerk Caring Communities

28. November 2025 in Bern

Ende November fand in Bern die Jahrestagung des Netzwerks Caring Communities statt. Das übergeordnete Thema der Tagung war «Gemeinschaft». Rund 130 Teilnehmende diskutierten, was es braucht, damit Gemeinschaft entsteht. Die Plattform Mäander veranstaltete ein Atelier zum Projekt «Demenzfreundliches Quartier Kreis 6», gemeinsam mit der Drehscheibe Demenz.

Im Inputreferat von Prof. Dr. Markus Freitag wurde deutlich, wie wichtig das soziale Kapital für den Zusammenhalt in der Gesellschaft ist. Kleine Gesten im Alltag bewirken dabei schon Grosses, so zum Beispiel ein freundliches Grüssen im Alltag auf der Strasse. Anschliessend legte Robert Sempach die verschiedenen Ebenen der Gemeinschaftsbildung dar, bevor anhand von Beispielen anschaulich gezeigt wurde, wie lokale Gemeinschaft konkret bereits gebildet werden konnte und welche Stolpersteine auftreten können. Räume – ob ein Gemeinschaftsraum oder auch die Strasse – sowie gemeinsame Interessen wurden übereinstimmend als zentrale Erfolgsfaktoren genannt.

Menschen in einem Saal

Der Nachmittag stand im Zeichen von Ateliers, in welchen Good Practice-Beispiele aus Caring Communities vorgestellt und diskutiert wurden. Unter dem Titel «Vereint für ein demenzfreundliches Quartier: Gemeinschaftsbildung in der Vernetzung von Quartierbewohner:innen und Organisationen» stellten Martina Hersperger, Geschäftsführerin der Plattform Mäander, und Franziska Erni, Co-Leiterin der Drehscheibe Demenz, das Projekt «Demenzfreundliches Quartier im Kreis 6» vor.

In der anschliessenden Diskussion stand die Frage im Zentrum, wie diese Initiative vom Wunsch der Projektleitung, gemeinsam etwas Neues zu schaffen und zu leben, zur Idee des Quartiers wird. Neben vielen zahlreichen Tipps wurde übereinstimmend betont, wie wichtig eine kontinuierliche, informative und kreative Kommunikation über das Projekt ist. Möglichst viele Personen sollen wissen, dass sie sich in einem Quartier aufhalten, das auf dem Weg zur Demenzfreundlichkeit ist, und was ihr eigener Beitrag hierzu sein kann.

Menschen auf Stühlen auf Leinwand

Dass das Thema auf Resonanz stiess, zeigte sich deutlich: Mehrere Teilnehmende äusserten spontan den Wunsch, auch in ihrer eigenen Region mit dem Aufbau eines entsprechenden Netzwerks zu starten.

Das rege Interesse unterstreicht, wie relevant demenzfreundliche Quartiere als Bestandteil von Caring Communities sind – als Beitrag zu einer Gesellschaft, an der alle teilhaben können, auch Menschen mit Demenz.