Demenz betrifft die ganze Familie – auch die Kinder

11. August 2026

Erkranken Oma oder Opa an Demenz, verändert sich der Alltag – und zwar für alle, auch für die Kleinsten. Gemeinsam mit Alzheimer Zürich haben wir das Projekt «Kinder und Demenz» entwickelt. Ziel ist es, Demenz in Familien, Schulen und der Öffentlichkeit zu enttabuisieren und Kindern einen altersgerechten Zugang zum Thema zu ermöglichen. 

Mit Begriffen wie Demenz oder Alzheimer können besonders jüngere Kinder noch nicht viel anfangen. Doch ist jemand in der Familie davon betroffen, spüren auch sie sehr genau, dass sich die Atmosphäre zuhause verändert: Erwachsene reagieren gereizter, ihre Gesprächshaltung ist angespannter und sie wirken traurig.

Kinder beobachten solche Veränderungen aufmerksam. Wenn ihnen keine Erklärungen angeboten werden, entwickeln sie häufig eigene Vorstellungen. Nicht selten entsteht dabei auch die Annahme, sie selbst könnten etwas mit der Situation zu tun haben oder daran schuld sein. Umso wichtiger ist ein offener, altersgerechter Umgang mit dem Thema.

Darüber, wie betroffene Familien mit Kindern im Vorschul- und Primalschulalter offen mit dem Thema Demenz umgehen können, informiert der Flyer «Mit Kindern über Demenz sprechen» und der gleichnamige Leitfaden.

Dabei werden diese Tipps anschaulich erklärt und ausgeführt:

  • Demenz zum Thema machen
  • über Beobachtungen und Gefühle sprechen
  • auf Signale des Kindes achten
  • pragmatischen Umgang vorleben
  • da sein für das Kind

Leitfaden︱Kurzversion der Tipps

Veranstaltungen zum Thema

Gemeinsam mit Bibliotheken, Schulen, Gemeinden und anderen Interessierten führen wir Veranstaltungen durch, bei welchen Kinder und Erwachsene auf spielerische Weise erfahren, wie sie mit Demenz in der Familie umgehen können. Wenn Sie einen solchen Anlass – wie zum Beispiel eine Kinderbuchlesung – realisieren möchten, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.