Online-Blick hinter die Kulissen:
«Neue Schweizer Kinofilme mit Beteiligung von Menschen mit Demenz im Gespräch»

24. September 2026

Diesen Herbst kommen mit «Wenn die Erinnerung verblasst» und «Das unendliche Jetzt» zwei Filme ins Schweizer Kino, in denen Menschen mit Demenz selbst im Zentrum stehen. Beim Online-Blick hinter die Kulissen interessieren uns unter anderem die Erfahrungen der Filmschaffenden bei der Arbeit mit Demenzbetroffenen und die Chancen und Herausforderungen, die bei dieser Art der Zusammenarbeit auftreten können.

Menschen mit Demenz sichtbar zu machen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft. Doch wie gelingt dies so, dass ihre Persönlichkeit, ihre Würde und ihre Selbstbestimmung gewahrt bleiben? Wie kann ein Film Einblick in ein Leben mit Demenz geben, ohne die beteiligten Menschen auf ihre Erkrankung zu reduzieren?

Darüber sprechen wir mit den Filmschaffenden Martina Rieder und Kaspar Kasics. Sie erzählen von ihren Dreharbeiten mit Menschen mit Demenz, welche überraschenden Momente sie erlebt und was sie dabei über die Zusammenarbeit mit Menschen mit Demenz gelernt haben.

Gemeinsam diskutieren wir, was sich daraus auch für andere Personen und Organisationen lernen lässt, die dazu beitragen möchten, dass Menschen mit Demenz sichtbar sind und ihre Perspektiven in die Öffentlichkeit tragen möchten.

Die Veranstaltung richtet sich an Personen und Organisationen, die im Bereich der Demenz engagiert sind, und an alle weiteren Interessierten.

Wann und wo

Donnerstag, 24. September 2026
12.00 – 13:15 Uhr

Zur Anmeldung


Über die Filme «Wenn die Erinnerung verblasst» von Martina Rieder und Marianne Pletscher und «Das unendliche Jetzt» von Kaspar Kasics:

«Wenn die Erinnerung verblasst» von Martina Rieder und Marianne Pletscher

Inhalt:

Seit elf Jahren lebt Birgitta Martensson mit Alzheimer – und seit elf Jahren besteht sie darauf, dass ihr Leben trotzdem ein gutes Leben ist. Sie weiss genau, was sie erwartet: Fünfzehn Jahre lang war sie Direktorin von «Alzheimer Schweiz». Mit Humor und Offenheit ringt sie um ihre Selbstbestimmung, obwohl ihr die Kontrolle über das eigene Leben zunehmend entgleitet. Eines steht fest: Ein Pflegeheim kommt für sie nicht in Frage. Ein intimes und berührendes Porträt über Autonomie, Freundschaft und Würde.

Inhalt:

Was passiert mit Menschen, die an Demenz erkranken? Was passiert mit Ihnen, wenn sie sich dessen bewusst werden? Und was, wenn sie damit szenisch spielen und alles zur Sprache bringen? Kann Demenz unseren Blick auf das Leben verändern? «Das unendliche Jetzt» wagt einen Perspektivenwechsel: Der Film zeigt vier Menschen mit Demenz, die in frei improvisierten Szenen aus dem Moment heraus spielen und das Geschehen selbst gestalten. Dabei werden Fähigkeiten und Seiten ihrer Persönlichkeit sichtbar, die im Alltag verloren schienen.