Online-Blick hinter die Kulissen:
«Demenz-Netzwerke stärken Fachpersonen, Betroffene und Angehörige – Erfahrungen aus Wien»
Im Rahmen der «Community Demenzfreundlicher Kanton Zürich» bietet die Plattform Mäander die Möglichkeit, über Mittag und online einen Blick hinter die Kulisse von Organisationen und Institutionen zu werfen, die sich im Bereich der Demenz engagieren. Am 1. April ging es um Erfahrungen aus Wien, wie Demenz-Netzwerke Fachpersonen, Betroffene und Angehörige stärken können.
Zu Gast war Marianne Buchegger, Koordinatorin des demenzfreundlichen 3. Wiener Bezirks. Sie und ihre Wiener Kolleg:innen sind der Plattform Mäander eng verbunden. Gemeinsam vertreten wir die Überzeugung, dass gesellschaftliche Entstigmatisierung und tragfähige Netzwerke wesentliche Voraussetzungen für ein gutes Leben mit Demenz sind.
Marianne berichtete über ihre Erfahrungen, wie die Vernetzung und die Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Organisationen alle Beteiligten stärken und die Situation von Betroffenen und Angehörigen verbessern können. Sie teilte mit uns, was sie erlebt und beobachtet in ihrem Alltag, was funktioniert und was nicht, und was sie daraus gelernt hat.
Aus Ihrer Sicht war für den Aufbau und die Stabilisierung des Wiener Netzwerks «Demenzfreundlicher 3. Bezirk» Folgendes besonders wichtig:
- Alle Interessierten sind als gleichwertige Partner im Netzwerk willkommen.
- Alle bringen das ein, was im Moment gerade möglich ist.
- Beziehungspflege ist die Voraussetzung für gegenseitiges Vertrauen.
- Das Streifenlogo verkörpert Vielfalt und Solidarität im Netzwerk.
- Langer Atem und Beharrlichkeit helfen in Zeiten mit geringerer Beteiligung.
- Passende Formate ermöglichen auch Menschen mit Demenz die Teilhabe am Netzwerk.
Interessant war auch die vom Netzwerk realisierte Wanderausstellung mit Kunstwerken von Menschen mit Demenz, die auch dieses Jahr wieder an verschiedenen, gut frequentierten Standorten im Bezirk präsentiert werden.
Der Austausch zeigte, dass viele Teilnehmende Inspirationen für Neues mitnahmen und sich gleichzeitig bestätigt in ihrer Arbeit für eine demenzfreundliche Gesellschaft fühlten.
