Unterstützung unterwegs dank Sonnenblumen-Symbol
Viele Beeinträchtigungen sind auf den ersten Blick nicht sichtbar. Dazu gehört auch Demenz. Gerade im öffentlichen Raum oder unterwegs kann dies zu Unsicherheiten führen, für Betroffene ebenso wie für ihr Umfeld.
Das Sunflower Lanyard ist eine Möglichkeit, dezent auf eine unsichtbare Beeinträchtigung aufmerksam zu machen. Es kann Betroffenen helfen, situativ Verständnis und Unterstützung zu erhalten. Die Nutzung ist freiwillig und individuell, das Lanyard kann jederzeit getragen oder bei Bedarf gezeigt werden.
Nachdem das Sunflower Lanyard probehalber eingeführt wurde, hat eine aktuelle Umfrage ergeben: Der Nutzen des Lanyards hängt stark von seiner Bekanntheit ab. Damit es seine Wirkung entfalten kann, ist es entscheidend, dass nicht nur Mitarbeitende im öffentlichen Verkehr, sondern auch Mitreisende wissen, wofür das Symbol steht und wie sie angemessen reagieren können.
Was bedeutet das im Alltag?
Menschen mit unsichtbaren Behinderungen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Kleine Gesten können viel bewirken. Folgende Verhaltensweisen können helfen:
- Schenken Sie der Person Ihre Aufmerksamkeit und fragen Sie situativ nach, ob Unterstützung benötigt wird.
- Bieten Sie ihren Sitzplatz an, wenn der Zug voll ist und es in der Situation hilfreich sein könnte.
- Nehmen Sie Rücksicht und geben Sie Zeit– ganz ohne Druck.
- Bleiben Sie empathisch und respektvoll, besonders in hektischen Situationen.
Nicht jedes Lanyard bedeutet, dass Unterstützung notwendig ist – aber ein achtsames Angebot und Miteinander kann den Alltag erleichtern.
Seit Kurzem ist das Lanyard nun in allen SBB CFF FFS Reisezentren kostenlos erhältlich, nachdem die Pilotphasen in den Regionen Zürich und Genf den Nutzen bestätigt haben. Und auch andere Unternehmen und Organisationen haben sich für das Sunflower Lanyard entschieden: Swiss Science Center Technorama, Verein Winterthurer Musikfestwochen, Flughafen Zürich AG, Swiss International Air Lines, Basler Verkehrs-Betriebe BVB, Matterhorn Gotthard Bahn, Aargau Verkehr AG (AVA).
Auch Fachpersonen aus unserem Netzwerk weisen in Beratungen zunehmend darauf hin – als Option für Betroffene, die sich im Alltag mehr Unterstützung wünschen.