Veranstaltung «Dialog Demenz – unterwegs zu einem demenzfreundlichen Quartier»

25. Oktober 2025 in Zürich

Menschen wählen Bilder aus zum Thema Demenz im Quartier

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind auf ein unterstützendes Umfeld in ihrer Nachbarschaft und im Quartier angewiesen. Wie könnte ein solches Quartier aussehen, welche Bedürfnisse bestehen, was ist zu beachten? Die Veranstaltung «Dialog Demenz» vom 25. Oktober 2025 bot eine Plattform, um gemeinsam Ideen, Visionen und Lösungsansätze zu entwickeln. Betroffene, Angehörige, Fachpersonen, Quartierbewohnende und weitere Interessierte nahmen daran teil und tauschten Erfahrungen aus.

Menschen informieren sich an den Marktständen an der Tagung

Den Beginn des Veranstaltungstages bestritt das Theater act-back. Eindrücklich zeigte es eine Szene aus dem Alltag mit Demenz. Es machte dabei sichtbar, wie komplex die Herausforderungen für Betroffene und Angehörige sind und was gegenseitiges Verständnis und kleine Gesten im Alltag bewirken können. Weitere Theaterinputs, darunter auch eine Szene zu einer unerwarteten Begegnung im Park, folgten über den Tag verteilt.

Anschliessend begrüssten die Gastgeberinnen Martina Hersperger von der Plattform Mäander, Franziska Erni und Roland Wuillemin von der Drehscheibe Demenz der reformierten Kirche Zürich sowie Petra Fischer von der Spitex Zürich die rund 200 Teilnehmenden. Auch der Zürcher Stadtrat Andreas Hauri hiess die Anwesenden willkommen, gab einen Einblick in das städtische «Pilotprojekt Demenz» und beantwortete Fragen aus dem Publikum.

«Im Dialog sein, über Demenz sprechen, das hilft allen Beteiligten – gerade weil die Herausforderungen vielseitig sind.»

Den Fragen von Martina Hersperger stellten sich darauf die drei Gäste der Podiumsdiskussion. Es diskutierten

  • Annelies Hegnauer, Präsidentin der Kirchenpflege der reformierten Kirche Zürich 

  • Markus Reck, CEO der Spitex Zürich

  • Prof. Dr. Simon Wieser, Stiftungsrat der Plattform Mäander

Menschen Sprechen mit Mikrofonen auf einer Bühne an der Tagung Dialog Demenz

Die drei Personen betonten, wie betroffen sie von der eingangs dargestellten Alltagsszene des Theaterensembles waren. Jeder kenne doch Situationen aus dem Alltag, wo man unsicher sei, wie man reagieren solle. Und Lösungen lägen selten unmittelbar auf der Hand. Umso wichtiger sei es, bei Gelegenheiten wie dem «Dialog Demenz» ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen – über alle Organisationsgrenzen hinweg.

Teilnehmende möchten etwas bewirken und aktiv mitgestalten

Nach der Podiumsdiskussion konnten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops eigene Schwerpunkte setzen. Zur Auswahl standen Themen wie Scham im Zusammenhang mit Demenz, der Austausch über Sorgen und Bedürfnisse von Angehörigen sowie die Frage, wie man mit Kindern über Demenz sprechen kann. Weitere Workshops widmeten sich der Ausgestaltung demenzfreundlicher Gärten, der hilfreichen Signaletik und weiterer Aspekte der Raumgestaltung. Besonders gross war das Interesse an den praxisnahen Formaten, die zum Mitdenken und Mitgestalten einluden. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen, neue Impulse mitzunehmen und erste Handlungsansätze zu skizzieren.

Zwischen dem Programm im Saal und den Workshops informierten sich die Teilnehmenden an Marktständen von Institutionen aus der Stadt Zürich über mögliche Unterstützungs- und Vernetzungsangebote. Und auch für Speis und Trank war dank Lernender der Spitex Zürich und Freiwilligen reichlich gesorgt.

Der «Dialog Demenz 2025» bot Raum für Austausch, Vernetzung und Inspiration und lebte von einer offenen, zugewandten Atmosphäre. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Partnerorganisationen, die diesen Tag möglich gemacht haben.