7. Zürcher Demenz-Symposium «Demenz neu denken»

1. Juli 2026

Unter dem Leitthema «Demenz neu denken» fand das diesjährige Zürcher Demenzsymposium statt. Die Veranstaltung zeigte, dass Demenz weit über die medizinische Diagnose hinausgeht: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und erfordert neue Wege in der Inklusion und der Gestaltung unseres Zusammenlebens.

Das Symposium wurde mit dem Fokus auf die Perspektive von Menschen mit Demenz eröffnet: Welches sind ihre Bedürfnisse, welche Barrieren erfahren sie und welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit ihre Mitwirkung gelingen kann? Dabei wurde deutlich, dass gesellschaftliche Teilhabe kein Privileg sein darf, sondern aktiv ermöglicht werden muss, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

In praxisnahen Workshops vertieften die Teilnehmenden unterschiedliche Lebensrealitäten wie «Jung und Demenz», «LGBTIQ+ und Demenz» sowie «Einsamkeit und Demenz». Gemeinsam erarbeiteten sie hilfreiche Ideen und Lösungsansätze für konkrete Herausforderungen im Alltag von Betroffenen.

Auch mit kleinen Alltagsgesten zu Demenzfreundlichkeit beitragen

Das Podiumsgespräch, an dem auch unsere Geschäftsführerin Martina Hersperger teilnahm, widmete sich der Frage «Demenzfreundliche Gesellschaft – welche Beiträge können Langzeitpflege, Quartier- und ambulante Angebote leisten?». Dabei wurde unter anderem diskutiert, welche vielfältige Möglichkeiten in Demenzabteilungen bereits geboten werden. Es wurde betont, dass Pflegefachpersonen bei der Förderung von Teilhabe eine aktive Rolle übernehmen können. Ebenso erleichtern ambulante Angebote wie etwa die Spitex, Netzwerke im Quartier und Nachbar:innen Demenzbetroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld. Jede und jeder kann zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft betragen – oft reicht dazu schon eine kleine Achtsamkeit oder eine Hilfestellung im Alltag.

https://www.plattform-maeander.ch/wp-content/uploads/2026/06/Menschen-mit-Demenz_ZZ30.5.2026.pdf

Abschliessend wurde ein Einblick in neue Erkenntnisse zur Früherkennung und Prävention gegeben und aktuelle Forschungsergebnisse zu Risiko- und Schutzfaktoren für eine Demenzerkrankung sowie evidenzbasierte Interventionsansätze präsentiert.

Das Symposium bot wertvolle Denkanstösse und Anregungen für Fachpersonen und Interessierte. Einmal mehr wurde deutlich, dass eine demenzfreundliche Gesellschaft nur entstehen kann, wenn Teilhabe bewusst ermöglicht und gefördert wird.